Trackliste :

01. The Observation 02. Arbitrary Arrested
03. Instructions 04. Beyond The Archipelagos
05. The Fields Of Death 06. At Hell´s Door
07. Haunted By Visions 08. Cursed
09. Storming The Residence
10. Act Of Creation

Reviews zu "Secret Memoirs..."
(Aktualisiert am 19.08.2010)
Anzahl: 16


The Whiplasher

www.the-whiplasher.at
von Pampo

Man nehme eine Schüssel thrashigen Metals, füge in gleichen Teilen Death Metal Vocals hinzu, jagt alle Ingredienzien durch einen Mixer – et voila! Fertig ist ein monotoner, graubrauner Brei. Falsch gedacht! Die Meisterköche von Act of Creation bieten mit ihrem Debütalbum Secret Memoirs Of A Forced Fate einen gutverdaulichen, exquisiten Ohrenschmaus ab. Nach einem einstimmenden Intro wird schnell klar, dass die Band mit ihrem Versprechen ‚Intensive Death Metal’ Wort hält. Dennoch beschleicht einem bereits nach den ersten vier Tracks des Albums das Gefühl, atemlos durch ein Feuerwerk von rasenden Gitarrenklänge und genretypischen Death-Metal-Vocals gehetzt zu werden. Diese Atemlosigkeit tut der Lust nach Mehr jedoch keinen Abbruch und macht Gusto auf mehr. - ist der Kessel hier ersteinmal am Dampfen, wird an Zutaten wie tiefe Growls und brodelden Trahs nicht gespart. Mit reichlich Spielfreude und Talent versehen, wird dieses.10-Track-starkes Menü abgerundet . Als geheime Zutat fungieren Auftritte verschiedener Gastmusiker, die das Gesamtwerk zusätzlich abrunden.
Fazit: Für Kenner und Gourmets des Genres die Empfehlung des Tages – für Genrefremde und Kostverächter wäre es nicht verkehrt eine Kostprobe zu riskieren. 9/10 Punkte

Fatal Underground

www.fatal-underground.de
von Danny B.Helm

Nach kurzem Intro "The Observation" (Track 1) gehen ACT OF CREATION mittels Thrash Attitude - und echt abgefahrener Gesangsstimme mit "Arbitrary Arrested" (Track 2) mit einer Thrash Walze voran, daß es nur so in den Ohren klingelt. Thrash Metal mit leichtem Ministry - / Prong Einschlag. Daß man ordentlich Ärsche treten will, zeigt auch das folgende mit z.T. Death Metal Vocals versetzte "Instructions" (Track 3), das tempomäßig ordentlich Feuer speit. Gerade das Wechselspiel des Gesangs hat so ein gewisses Etwas, das zu begeistern weiß -> "Beyond the Archipelagos" (Track 4) Musikalisch - handwerklich gibt`s hier echt nichts zu meckern, zumal die Double Bass Salven das Gaspedal ordentlich durchtreten. Daß man aber nicht nur stur auf hohes Tempo setzt, zeigt die Midtemponummer "The Fields of Death" (Track 5), bei der etwas Nähe zu Amorphis aufkommt. Überhaupt brillieren ACT OF CREATION mit diversen Einfluss - Nuancen, so fühlt man sich leicht an Slayer erinnert, wenn man die Gitarre bei "At Hell`s Door" (Track 6) ein wenig verfolgt. Fies stampfend kommt das gnadenlose Bollwerk bei "Cursed" (Track 8) um die Ecke. Dieser Song dürfte Live die Nackenmuskeln strapazieren ;-) . Und kurz vor Ende noch `n Schluck Old School Thrash, der gefangen nimmt -> "Storming the Residence" (Track 9) - mehr davon ! Warum man beim letzten Stück "Act of Creation" (Track 10) dann anfangs auf Black Metal Stil setzt, entzieht sich meinem Verständnis ... zumal der fließend - schnelle Übergang in den Midtempo Thrash doch eindeutig die Stärken dieser Band aufzeigt, die zum Schluß nochmal tiefe Growls einstreuen. Übrigens sind auch einige illustre Gäste mit am Start ... aber das checkt Ihr am Besten selbst ;-) - es lohnt sich !
Alles in allem ein verdammt fettes Album - für die Thrash Gourmèts unter Euch eine Perle für die heimische Sammlung !

Rock Hard Nr.279

www.rockhard.de
von Ronny Bittner

Act Of Creation bieten amtlichen Death Thrash,der gerne auch mal groovige Töne anschlägt und sehr professionell klingt.
Kein Wunder:
AOC sind aus der Asche von E 605 entstanden,die mit Ihren beiden Veröffentlichungen schon einigen Staub im Untergrund aufwirbeln konnten.
Selbiges sollte auch AOC spielend gelingen !
Die Gitarrenfraktion schüttelt sich scheinbar mühelos eine starke Riffsalve nach der anderen aus dem Ärmel und auch die Science Fiction Konzeptstory zeigt, wie passioniert die Jungs bei der Sache sind.
Für die Zukunft wünscht mann sich nur ein bisschen abwechslungsreichere Vocals und ein Schlagzeug, das nicht ganz so sehr nach Drumcomputer klingt.

Metal Underground Webzine

www.metal-underground.at/

Seit 2007 frönen die Germanen Act of Creation dem Thrash Metal. Der Name der Hessen Jungs steht aber nicht nur astrein für Thrash Metal, nein auch viele andere Elemente aus dem Melodic als auch Death Metal Bereich verbinden J.F. (voc), CS (guit), K@i (bass) und Dread (drums) sehr gekonnt miteinander.
Das letzte Werk nennt sich „Secret Memoirs of Forced Fate“ und wurde als erstes Lebenszeichen in Eigenregie eingespielt. Eigentlich unglaublich, denn was man mit dem ersten Output parat hat, setzt eine ganz große Messlatte.
Mit verzogenen Gewitterwolken, Blitz, Donner und Endzeitspiellärm wird die Langrille mit dem Intro „The Observation“ gestartet.
Weiter geht es dann nahtlos mit „Arbitrary Arrested“ welches ordentlich dahin brettert. Zwar sind etliche Old School thrashige Elemente eingebaut worden. Doch weites gehend vollzieht man das Programm hier in einem ordentlich flotten, groovigen Stil. Dieses Grundkonzept verfeinert man noch mit einigen melodischen Einwürfen, diese wären aber nur von kurzer Dauer und das Thrash Kommando gibt wieder ordentlich Gas.
Auch das nun folgende „Instructions“ glänzt mit einer alles übertönende Bretterschlagseite. Doch hier geht es weniger melodischer von statten wie beim Vorgänger. Dafür kommen vielmehr Death Einflüsse zum Tragen und dadurch wirkt die Rhythmik deutlich zahniger und schärfer. Die immer wieder kehrenden Circle Pit Blitze setzen dem Ganzen noch einen drauf und durch dieses Elemente wird auch das Tempo kurzerhand immer wieder noch um einen Tick mehr gesteigert.
Kurzerhand bremst man als Einleitung von „Beyond the Archipelagos“ das Tempo erst einmal. Doch lange braucht man auch hier nicht wirklich darauf zu warten das dem Hörer eine deutlich schnellere Windstärke um die Ohren gepfeffert wird. Allerdings im Gegensatz zu den beiden Vorgängern merkt man deutlich die Verminderung der Geschwindigkeit. Sprich es wird nicht unbedingt durchgehend Stoff gegeben und so bietet die Formation hier etliche kurze Breaks, bevor man wieder nach Leibeskräften feuert.
Mit Schlachtenlärm wird nun in das schroffe „The Fields of Death“ eingeführt. Das Stück glänzt mit seiner rauen und rotzigen Soundeinspielung. Auch wird dadurch ein kleiner grooviger Faktor erreicht. Noch um einige Rädchen mehr wurde hier das Tempo etwas vermindert. Dennoch findet man auch mit dieser Geschwindigkeit locker auslangen und kann zum Bangen locker verleitet. Durch diese Mischform hat man einen kleinen Schwedischen Einschlag bekommen, was auch an der etwas melodischeren Spielform liegt die man hier gewählt hat. Amtlicher Krachmacher mit vielen Breaks die man gekonnt immer wieder auf eine Linie zusammenführt.
Einmal mehr vollzieht man einen sehr melodisch – schleppenden Beginn bei „At Hell's Door“. Doch gleich wird umjustiert und man frönt wieder einer guten und breiten Auswahl an Death, Thrash und Groove Metal Elementen. Allen voran verbinden diese Elemente die satten Melodic Riffs und Solis, bevor wieder rauer und schroffer ein gutes Bretterprogramm geboten wird. Auch wirkt der Track wesentlich verspielter, was aber nichts macht, denn die German Thrasher verheddern sich hier nicht sonder wagen diesen Schritt ganz sachte. Tolle Abwechslung die hier an der sechsten Stelle steht.
Etwas moderner geht man es nun beim darauf folgenden „Haunted by Visions“ an und auch der Melodic Pegel schnellt steil nach oben. Weiterhin baut man auf eine gute Death/Thrash Version der melodischeren Art. Die Mixtur wird uns aber immer wieder wutentbrannter vor den Latz geknallt, bevor man sich wieder deutlich verspielter präsentiert.
Tolles Bretterriffing das man nun bei „Cursed“ vom Stapel lässt. Gleich vom Fleck weg hat es die Truppe auf unsere Nackenmuskulatur abgesehen. Auch durch viele Shouts und dem sehr groovigen Spiel das hier immer wieder in das lodernde Feuer geworfen wird steigert den Circle- bzw. Moshpit Faktor.
„Storming the Residence“ steht gleich im Anschluss bereit um nachzusetzen. Deutlich Old School lastiger wird hier umgerüstet. Altbacken klingt aber das Stück dennoch nicht. Sehr wutentbrannter, speediger Track der hier mit viel Feuer unterm Hintern dahin schrettert. Ohne wenn und aber wird hier ein Programm vollzogen das allen Bangerfetischisten gefallen wird.
Das längste Stück „Act of Creation“ steht nun zum Schluss und geleitet uns aus dem Album. Begonnen wird mit einer eher ungewohnten Blast Beat Attacke, bevor man etwas umjustiert und wieder thrashigere Gefilde aufsucht. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl das die Jungs uns hier noch ein kleines konzeptionelles Stück bieten wollen. Dieser Gedanke kommt dadurch auf, weil der Song mit mehreren steigernden Passagen durch die Boxen schallt. Auch legt man wieder ein kleines Augenmerk auf einige Death Metal Elementen und diese wurden satt in die einzelnen Passagen des Songs, genauso wie viele Melodieeinschläge eingeflochten. Auch kleinere Messerspitzen aus dem melodischen Black Metal Bereich sind raus zu hören. Diese sind aber eher hauchzarter eingesetzt worden, sind aber doch merklich erkennbar.
Fazit: Wirklich Tolles Album, das vielen Fans in den Genrebereichen Death und Thrash Metal gefallen dürfte. Auch ist das Langeisen nicht unbedingt für Old School Metaller alleine, nein auch jüngere Generationen der Metal Fraktion werden hier sehr schnell fündig.

Metalblog

www.metalblog.de
von Joscha Wagner

Und ab in die vierte Runde könnte man wohl meinen. Seit Freitag halte Ich das neueste Meisterwerk von Carsten Schluch in meinen Händen. Die neue Scheibe trägt den Titel: “Act of Creation – Secret Memories Of A Forced Fate”. Nach 3 CDs mit E605 beschreitet C. Schluch nun einen mutigen Weg. In kompletter Eigenproduktion stampfte er und Kai in nur knapp 2 Jahren ein neues Projekt aus dem Boden. Alle Tracks wurden im privaten “Cursed Studio” aufgenommen und zwar von insgesamt rund 10 Musikern.
Dieses Werk hat es in sich! 10 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von 44 Minuten erwarten Euch hier. Das Album im gesamten beschreibt die Geschichte des fiktiven “Jordan Flagg”, einem Familienvater der durch einen Korrupten Großkonzern entführt wird.
Zum Killer ausgebildet erlangt er nach einer Gehirnwäsche langsam sein Bewusstsein wieder und beginnt sich gegen seine Aufttraggeber aufzulehnen.
Musikalisch lässt sich die Richtung der Scheibe als “Hochintensiven Death Trash” einordnen. Interessant an dieser Einordnung ist allerdings, dass durch die persönliche Note eines jeden Gastmusikers ein unverwechselbares Meisterwerk geschaffen wurde. Auch qualitativ lässt die Scheibe nahezu keine Wünsche offen. Gemastert vom deutschen Tonmeister “Eroc” erhält sie trotz der Eigenproduktion einen hochprofessionellen Ton. Was zusätzlich positiv vermerkt werden muss, sind die hochqualitativen CD-Cover sowie das beiligende Band-Infoblatt, was weiß Gott nicht selbstverständlich für eine Eigenproduktion ist.
Insgesamt kann ich nur positive Endworte abgeben. Vor allem der Einfluss der Gastmusiker macht die Platte so lecker, ohne natürlich die Leistung des Erschaffers, C.Schluch hemmen zu wollen. Außerdem sind 8€ für eine dearart qualitative Platte kein Vermögen, eher ein Schnäppchen!
Fazit: Absolut zu empfehlen für jeden Freund der härteren Gangarten.
Bewertung: 9/10


Vampster Webmag

vampster.com/
von agony&ecstasy

ACT OF CREATION bewegen sich stilistisch irgendwo im weiten, von vielen, vielen, vielen Bands bearbeiteten Acker zwischen Thrash und Death Metal. Zeitgemäßer Death Thrash mit düsterer Grundstimmung. Und wie so viele machen sie ihren Job dabei gar nicht schlecht, besser als viele könnte man sogar sagen. Gut produziert ist die Scheibe, spielen können die Jungs definitiv auch und zu allem Überfluss hat man sich auch noch ein nettes Dark Future-Konzept für die Texte ausgedacht. Da ist man bei mir ja genau an der richtigen Adresse. Auch BOLT THROWER hört man im Hause ACT OF CREATION ab und zu mal, zumindest hinterlässt "The Fields Of Death" diesen Eindruck bei mir. Und ganz ehrlich, der Songtitel würde auch gut zu den Briten passen. Richtig klasse ist auch "Cursed" mit seinem saucoolen Riff. Das einzige, an dem man Kritik üben muss ist leider der Gesang, der auf Dauer doch arg anstrengend ist.
Ansonsten ist "Secret Memoirs Of A Forced Fate" eigentlich ne Runde Sache die zwar nicht zu den ganz großen Highlights des Undergrounds zählt, sich aber durchaus von den Massen der Mittelmäßigkeit abheben kann.

Visions Underground

www.visions-underground.com/
von Sören

Mit Act of Creation haben wir es sogesehen nicht mit neuen Gesichtern, sondern viel mehr mit alten Hasen zu tun, denn nicht nur Kopf der Formation Carsten Schluch als auch Bandkollege Kai spielten einst zusammen in einer Gruppe namens „E 605“, dessen Durchbruch allerdings stets auf sich warten lies. Es erschienen zwar eine EP im Jahr 1997 und ein Album im Jahr 2002, der große Erfolg blieb allerdings aus. Mit Act of Creation starten die zwei einen neuen Versuch und holen sich gleich sogar einige bekannte Gesichter mit ins Boot. So kamen beispielsweise Thogarma von „Decision To Hate“ oder Dani von „Lay Down Rotten“ zur Hilfe um den Jungs als Gastmusiker ein bisschen unter die Arme zu greifen. Dies stellt allerdings nicht die einzige Besonderheit dar, denn auf “Secret Memoirs Of A Forced Fate” wird textlich nicht eine Thematik nach der andern durchgekaut, sondern steht hier vielmehr eine komplette Geschichte hinter den Tracks, welche sich durch das ganze Album zieht. Die Geschichte spielt im Jahr 2022. Die Grenzen zwischen Arm und Reich sind klar abgesteckt und ein Großteil der Bevölkerung scheint von „Oben“ kontrolliert zu sein. Das besondere Augenmerk gilt einem Mann namens Jordan Flagg, der sich gegen den Terror der Großkonzerne auflehnt, nachdem er ein Massaker anrichtet und sich aufgrund eines Kopfschusses wieder an sein eigentliches „Ich“ erinnert. Ich persönlich finde die Story ein bisschen zu spärlich, allerdings beeinflusst sie den Hörer nicht sonderlich. Man kann schließlich auch „einfach nur“ Musik hören. Musikalisch geht es bei Act of Creation in Richtung Thrash Metal mit einigen Death Metal-Einflüssen, wobei man sich erkennbar am Bay Area Thrash der Marke „Testament“ orientiert. Für die etwas härteren unter euch sollte der letzte Track des Albums eine gelungene Alternative darstellen, da hier auch mal die guten alten Blasts zum Einsatz kommen und es gesanglich auch ein wenig härter zugeht. Besonders gut gefällt mir auf “Secret Memoirs Of A Forced Fate” die saubere Zusammenarbeit zwischen Gitarren und Drums, welche nötigen Druck aufbauen. Ein wenig ätzend ist allerdings, dass einige Tracks ziemlich monoton auf mich wirken und der Gesang an manchen Stellen nicht abwechslungsreich genug ist.
Insgesamt liegt hier ein super produziertes Album vor, das nur so zum bangen auffordert. Daumen hoch!
8/10 Punkte


Metal Inside

http://www.metal-inside.de
von Lars

Bevor Carsten Schluch im Jahr 2007 ACT OF CREATION ins Leben rief, war er bei E605 aktiv, einer Truppe, die es nicht weit gebracht hat und demzufolge auch nur den Wenigsten bekannt sein dürfte. Der Nachfolgeband, die Schluch zusammen mit Kai Hennings betreibt, sollte dieses Schicksal nicht ereilen, zu gut ist das, was hier aus den Boxen tönt, und zudem ohne Labelsupport und Deal kredenzt worden ist. "Secret Memoirs Of A Forced Fate" ist eine wirklich gelungene Mixtur aus Death, Thrash- und Groove Metal, die durch die Bank überzeugen kann. Textlich hat man sich ein ebenso interessantes wie dunkles Konzept erdacht. Das Album dreht sich um Jordan Flagg, der durch eine Gehirnwäsche im Auftrag eines Konzerns zum Attentäter wird und später durch die Folgen einer Kopfverfletzung sein wahres Ich wieder findet. Die Story ist einigermaßen heftig und das zeigt sich dann auch in der Musik. ACT OF CREATION setzen auf Wucht und lassen ordentlich fliegen, beweisen aber, dass sie trotz aller Aggression nie die Kontrolle verlieren und auch feine Melodien und Überraschungsmomente in ihre Songs zu implementieren verstehen.
Ein feines Debüt ist das hier, was mittlerweile auch vollkommen zu recht von einem Branchenriesen vertrieben wird. Für faire 8 europäische Währungseinheiten sollte man ACT OF CREATION die verdiente Chance geben.


Musikreviews.de

http://www.musikreviews.de/
von Benjamin Feiner

Den hessischen Melodic-Deathern E 605 war nicht gerade eine lange Haltbarkeitsdauer beschert. Irgendwann 1997 brachte man mit „Brainscan“ eine EP heraus, 2002 dann das Debutalbum „Behind The Face“. Kurze Zeit später verlieren sich die Spuren in den Weiten des Internets.
Hauptverantwortlicher war ein gewisser Carsten Schluch, der sich nun mit seinem ehemaligen Bandmate Kai zusammengetan und ACT OF CREATION aus den Überresten von E 605 geborgen hat. Mit Freunden und Gästen hat man schließlich das „Debut“-Album „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ aufgenommen, das nicht nur erstaunlich professionell produziert wurde, sondern auch um ein textliches Konzept einer Geschichte mit Handlung, Protagonist, Intro und Outro aufgebaut ist. Im Großen und Ganzen geht es um unsere zukünftige Welt und einen Typen namens Jordan Flagg, der nach einer Gehirnwäsche und einem von ihm angerichteten Massaker sein eigentliches Schicksal realisiert und sich gegen seine „Herrscher“ auflehnt. Im Grunde also nichts Neues oder lyrisch Anspruchsvolles, aber glücklicherweise beeinflusst die Story das Hörerlebnis zu keiner Sekunde.
Man spielt immer noch die gleiche Mucke wie vor acht Jahren. Straffes Zusammenspiel aus knalligem Thrashmetal und Florida-Death-Einflüssen, das von der Band als „intense Death Thrash made in Germany“ gepriesen wird. Klassischen Gussstahl aus der Bay Area der 80er Jahre (TESTAMENT) findet man zu genüge in Tracks wie „Arbitrary Arrested“ oder „Storming The Residence“, ansonsten lässt man wenig moderne Einflüsse zu. Das Spiel zwischen CS’ gewaltigen Riffs und dem präzisen Drumming von Dread sorgt für unfreiwillige Mattenschwinger und simple aber mitgröhltaugliche, melodische Leads und Shouts von Sänger J.F. In „Beyond The Archipelagos“ oder „Haunted By Visions“ (das fast schon elegisch beginnt) lockert die etwas gleichförmige Basis auf und macht „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ zu einem richtigen Schmankerl für Freunde verzwickter Nackenzertrümmerer.
Fies und todesbleilastig wird’s mit „Fields of Death“ und „Cursed“, Tracks, die ihren Abschluss in der BOLT THROWER- und VADER-Schule gemacht haben. Nur von platten Blastbeats lässt man die Finger (Ausnahme: Das Intro von „ACT OF CREATION“) – auch gut so, denn die zerstörerischen Grooves und das abwechslungsreiche Drumming stehen ACT OF CREATION sowieso besser als straightes Snaregekloppe.
Besch... eiden ist nur der sterile Sound, der das Album zeitweise sehr kühl und glattgebügelt wirken lässt. Hätte man stattdessen in gesangliche Variabilität und mehr Wärme und „Dreck“ in den Gitarrensound investiert, wäre „Secret Memoirs“ noch ein Fünkchen besser und die Endnote noch ein bisschen höher ausgefallen.
FAZIT: Mir wurde vor Kurzem klar, woher ACT OF CREATION ihren Namen haben, denn das nächste Album steht schon für nächstes Jahr im Geburtskanal und soll angeblich genauso gut werden wie „Secret Memoirs Of A Forced Fate“. Hoffen wir’s mal, denn der Erstling von Carsten Schluchs wiederauferstandenen E 605 kann überzeugen und gibt den Fans das, was sie wollen: hochintensiven (sic!) Thrash- / Deathmetal aus Deutschland, dessen Konzeptcharakter zwar für Fragezeichen sorgt, musikalisch aber umso heftiger durch die Trommelfelle bläst. Sollte man reinhören, wenn man auf eher kopflastigen, heftigen Metal abfährt.
Das Album kann man für 8 Euro auf der Myspace-Seite der Band abgreifen.
Bewertung : 11/15


Planet Heavy Metal

http://www.planetheavymetal.de
von madrebel

Neuer Bandname, aber alte Gesichter, das sind "Act of Creation", die aus "E605" hervorgegangen sind und im Untergrund durchaus einen Namen hatten. Nun, die Jungs haben hier ein richtig geiles, in Eigenregie aufgenommenes Stück Thrash Metal aufgenommen, der an allen Ecken und Enden grooved und fett aus den Boxen böllert. Gleichzeitig hat man eine Story für das Album erdacht. Und zwar handelt es von einem ehemaligen Kämpfer gegen das unterdrückerische System der Großkonzerne, die missbilligende Personen verschleppt und sie durch Gehirnwäsche umprogrammiert und für die Zwecke des Konzernes kämpft. Durch eine Verletzung erlangt er seine alte Erinnerung zurück und fängt irgendwann an, den Spieß umzudrehen. Das ganze ist richtig geil umgesetzt und die Intensität der Musik ist echt der Hammer. Die Band hat hier ein echtes Schmankerl aufgenommen und auch wenn hier und da ein paar langatmige Momente aufkreuzen, ist diese Platte doch ein echt geiles Stück Thrash geworden.
Vollkommen lohnenswert und für 8€ auf der Homepage der Band erhältlich. Sollte man echt gehört haben !

 

Nocturnal Hall

http://www.nocturnalhall.com
von Dajana

Nach dem spirituellen Dahinscheiden von E 605 im Jahre 2004 hat sich Mastermind Carsten Schluch nebst Kompagnon K@i und zwei weiteren Musikern einem neuen kreativen Prozess hingegeben: dem ACT OF CREATION, welches nun mit Secret Memoirs Of A Forced Fate ein erstes physikalisches Ergebnis hervorbringt. Musikalisch bleibt man sich derweil auf dem Debüt treu. In ACT OF CREATION hat man lediglich die stilistische Bandbreite ein wenig erweitert, variiert, verfeinert und weiter ausgearbeitet. Secret Memoirs Of A Forced Fate präsentiert einen modernen Mix aus Thrash und Death Metal mit gelegentlichen Core-Einflüssen. Ganz diesem Profil entsprechend gibt es somit jede Menge headbang-tauglicher Grooves und Rhythmen, treibendes Riffing, Breaks und im Ohr hängenbleibende Hooklines (wenn auch manchmal unangenehm, weil überstrapaziert). Der Gesang variiert von tiefen Growls zu Core-üblichen Geschoute und zaghaft klarem Gesang. Die Songs treten verdammt kräftig in den Allerwertesten, insbesondere der Mittelteil aus The Fields Of Death, At Hell’s Door (was im Übrigen ziemlich nach Hypocrisy klingt), Haunted By Visions und Cursed haben es mir angetan. Auch die Produktion ist brutal und passt perfekt zur Intention der Scheibe. Rein technisch oder handwerklich gibt es an Secret Memoirs Of A Forced Fate rein gar nix auszusetzen, hier waren versierte Musiker am Werk. Man merkt den Jungs durchaus an, das sie versuchen, ihrem Genre ihren eigenen Stempel aufzudrücken und somit ein bisschen herauszustehen. Ganz gelingt das noch nicht, dafür klingen zu viele Parts noch zu stereotyp.
Insgesamt betrachtet haben ACT OF CREATION hier ein beachtliches Debüt abgeliefert!

 

Burn Your Ears

http://www.burnyourears.de
von Manuel

In einer nicht allzu großen Stadt im westlichen Hessenland gab es die Melo-Deather
E 605, von denen zwei Mitglieder bei LAY DOWN ROTTEN tätig wurden. Doch die Materie hat sich wieder in einem Kreations-Akt neu zusammengesetzt und möchte uns nun mit ihrem Debüt laut Infoblättchen eine reinknallen. Die Scheibe erzählt von einem Typen namens Jordan Flagg, der erinnerungslos für mörderische Machenschaften einer Firma eingesetzt wird, bis seine Gedanken wiederkehren. Dementsprechend wird das Werk eingeleitet mit einer kurzen Sequenz, die aus einem futuristischen Thriller stammen könnte.
In halbmodernem Sound knattern die melodischen Riffs zu melodischem Geschrei, das mit ordentlich Pfeffer im Hintern zu Beginn serviert wird. Das folgende „Arbitrary Arrested" packt eine etwas härtere Keule aus, kräftige Growls mischen sich dazu, wobei der Hang zur Melodie nicht verloren geht. Besonders in „Beyond The Archipelagos" kommt ein schmissiger Refrain gut zur Geltung, was bei einer Live-Performance sicher recht gut funktioniert. Auch wenn es nicht sehr oft vorkommt, aber ab und zu stört mich ein wenig, wenn die Gesangslinie und die Gitarrenarbeit das gleiche nebeneinander her dudeln. Manches Solo hat auch einen merkwürdigen Charakter oder es könnte sich jemand an der Thrash-Stimme stören – doch das könnte auch bei TESTAMENT passieren, welche die Jungs als Referenz angeben.
Hitverdächtig sind längst nicht alle Songs auf der Scheibe und ich muss gestehen, dass beim ersten Durchlauf mein Interesse noch nicht geweckt war, was sich aber nach ein paar Umdrehungen geändert hat. Manche Abschnitte des wohlklingenden Keifens kommen mir recht ähnlich vor, andererseits gibt es insgesamt bei den Vocals genügend Abwechslung.
Schwere Grooves wie von KATAKLYSM oder melodischer moderner Thrash wie bei SUSPERIA findet sich in der erquickenden Mischung harmonischen Todesbleis.
Für eine Untergrund-Band ist der zeitgemäße Sound nicht von schlechten Eltern und wie angekündigt, kann man sich von ACT OF CREATION wirklich ganz nett eine reinknallen lassen.
Bewertung: 7/10


Possessed Magazin

von Meden http://www.possessed.de

Act of Creation existieren bereits seit dem Jahre 2007, aber gehört hatte ich den Namen bis dato noch nicht. Bisher wurde ja auch noch nichts veröffentlicht unter diesen Namen. Der Name ist neu, aber die Musiker sind schon länger im Geschäft. Die Vorgängerband "E 605" dürfte den meisten ja noch ein Begriff sein. Die waren ja im Underground relativ angesagt. Nachdem Dani und Timo in Richtung Lay Down Rotten abgedriftet sind, sassen CS und Kai nicht heulend herum, sondern suchten sich neue Musiker und so wurde "Act of Creation" gegründet. 10 Songs erwarten euch und der Sound von "E 605" wurde erweitert. Die vier Burschen haben sich wirklich Gedanken über ihren Stil gemacht. Textlich wurde ein Konzept erstellt, die Produktion klingt ordentlich und ist druckvoll, einige Gastmusiker haben sich verewigt, u.a. Dani von Lay down Rotten und Rene von Accuser und so geht man konsequent den eigenen Weg. Dieser Weg wird durch die Liebe zur Musik deutlich. Nach einem kurzen Intro geht der Spass los und gleich der beste Song eröffnet die musikalische Darbietung. "Arbitraty arrested" knallt gut los und liefert eine gute Mischung aus Thrash und Death Metal ab, wobei der Thrash Anteil schon überwiegt. So zieht sich der Spass durch das ganze Album und der ein oder andere Neckenbreaker ist definitv dabei. Der recht rauhe, trashige Gesang ist zwar anders und gewöhnungsbedürftig, klingt aber nach einer kurzen Orientierung recht cool. Melodien werden auch verbraten und man versucht, eine gewisse Spannung aufzubauen und abwechslungsreich zu klingen, was auch überwiegend der Fall ist. Beim ersten Mal durchhören fand ich das Zeug echt relativ langweilig, aber nach drei mal hören klingen Songs wie "Instructions" oder " At hell`s door" echt interessant, obwohl sie über fünf Minuten gehen.
Gute Thrash Attacken mit Death Parts und geilem Riffing. Anchecken !!!


Metal.de

http://www.metal.de

ACT OF CREATION ist eine Thrash Metal-Band, die mit "Secret Memoirs Of A Forced Fate" ihren Einstand feiert. Die CD ist ein Konzeptalbum über einen Mann, der von einem Konzern durch eine Gehirnwäsche als Attentäter missbraucht wird und nach einer Kopfverletzung sein Erinnerungsvermögen wiedererlangt. Starker Tobak, den ACT OF CREATION da bieten, auch in musikalischer Hinsicht.
Denn die Band bedient sich sowohl bei Oldschool-Thrashern wie CONTADICTION als auch im Death Metal-Bereich wie zum Beispiel BOLT THROWER oder (mit Abstrichen) HEAVEN SHALL BURN. Herausgekommen ist ein recht plättendes Hörerlebnis: Schlagzeug und Rhythmusgitarre legen den druckvollen Soundteppich, während die Leadgitarre ab und zu einfache Melodien spielt. Die Rhythmen sind meist ebenso einfach gehalten, dafür aber effektiv. Es stampft und groovt nämlich an allen Ecken und Enden.
"Arbitrary Arrested", der erste Song auf der Platte, bietet Thrash Stakkato-Akkorde en masse. Dabei gelingt es ACT OF CREATION, sowohl klassische als auch moderne Thrash Elemente in den Song einzubinden. Der Refrain klingt sogar etwas nach Hardcore. Mit "Beyond The Archipelagos" zeigt die Band, dass sie auch Melodien in ihre Songs einbauen kann. Statt den üblichen Shouts und Growls grölt der Sänger aus voller Kehle, was gut zum mitreißenden Sound passt. "The Fields Of Death" pladdert in BOLT THROWER-Manier gut los und lässt den billig klingenden Schlachtenlärm am Anfang schnell vergessen.
So nett das Gepladder auch ist, dadurch ähneln sich die Songs recht stark. Lied Nummer Vier und Sechs etwa haben ein verdächtig ähnliches Anfangsriff. So hat sich neben einigen guten Songs auch der ein oder andere Mittelmäßige auf das Album geschlichen. Außerdem sind einige Lieder recht lang geraten, ohne dass die minimalistischen Riffs die Längen tragen könnten. Etwas mehr Beständigkeit in der Qualität und ich hätte guten Gewissens mehr Punkte geben können.
So ist "Secret Memoirs Of A Forced Fate" eher ein Fall für Genrefans oder Liebhaber der genannten Referenzen. Für 8 Euro können sich diese das Album auf der MySpace-Seite der Band bestellen.
Bewertung: 6 von 10 Punkten

Metal Glory

http://metalglory.eu
by Armin

Nach dem Split von E 605, als zwei Mitglieder zu LAY DOWN ROTTEN wechselten, machten die verbliebenen CS und Kai als ACT OF CREATION weiter. Nach eigener Aussage führen sie den unter E 605 eigeschlagenen Weg konsequent weiter. Das heisst konkret, dass den Hörer eine Mixtur aus Melodic Death Metal und Thrash Metal erwartet. Und so reichern sie ihren Death Metal bei „Beyond The Archipelagos“ und „At Hell’s Door“ mit einigen schönen Melodien an. Tracks wie „The Fields Of Death“ und „Cursed“ hingegen müssen auf dieses Extra verzichten und tönen mehr so trocken wie von VADER oder BOLTTHROWER beeinflusst durch die heimischen Boxen. Wie schon eingangs erwähnt wird der Thrash Metal ebenfalls bedient. Hier höre man sich mal „Arbitrary Arrested“ und „Storming The Residence“ an, die deutliche Erinnerungen an die Bay Area-Vorbilder aufkommen lassen. Textlich handelt es sich bei „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ um ein Konzeptalbum. Es wird die Geschichte eines Menschen erzählt, der nach einer Gehirnwäsche von einem korrupten Konzern als Killer eingesetzt wird. Nach einem selbst erlittenen Kopfschuss kehrt jedoch die Erinnerung zurück und er beginnt gegen seine Auftraggeber zu kämpfen. Die CD kann für 8 Euro bestellt werden.
Bewertung: 6,5 Punkte

Obliveon

http://www.obliveon.de

Nachdem sich die hessischen Death Metaller „E 605“ 2007 auflösten, gründete sich aus dem Überbleibsel dieser Band, genauer gesagt aus Gitarrist Carsten Schluch , direkt eine neue Formation, die nun im Jahre 2010 ihr Debütalbum vorlegt. Statt lupenreinen Melodic Death Metal, gibt es eine etwas stärker an traditonellen Florida Death Metal und reinen Thrash angelegten Variante, die überraschend erfrischend und auch sehr sauber produziert wurde. Hinzu kommen auch noch einige Elemente aus dem Metalcore und dem Hardcore die geschickt in den Sound integriert wurden. So bietet die Band auf den knapp 45 Minuten wirklich eine gelungene musikalische Mischung aus derben Parts, die sich vor allem durch starke Thrash Riffs ausdrücken und bei denen auch durchaus das Tempo mal extrem angezogen wird, und wieder recht melodischen Parts die sich vor allem durch ein sehr abwechslungsreiches Gitarrenspiel auszeichnen. Dabei hat die Band wirklich ein gutes Gefühl für stark klingende Passagen die sich zwischen groovigen Parts und durchaus extremen Parts bewegen, die durch den flexiblen Gesang von Sänger J.F. immer passend unterlegt werden. So ist Act of Creation ein durchaus gutes Album gelungen dem vielleicht so etwas die Überraschungsmomente fehlen, da man sich doch immer recht stark an den Vorbildern orientiert, aber im Punkte Songwriting und Produktion in nichts zurücksteht und durchaus einige gute Momente auf dem Album zu bieten haben wie das starke „Arbitrary Arrested“ oder das klasse "Beyond The Archipelagos", das etwas melodischer aus den Boxen kommt. Ein Antesten lohnt sich auf jeden Fall !
Bewertung: 7 von 10 (TE)

Trackliste :

01. Endstation 02. Keine Heilung
03. Gestern 04. Mit Meinen Augen
05. Herbst Des Lebens 06. Langsam
07. Dunkle Schatten 08. Schwarzer Tag
09. Wo Bist Du ? 10. Amok
11. Diagnose Tod

Reviews zu "Endstation"
(Aktualisiert am 10.02.2011)
Anzahl:15


Fatal Underground

www.fatal-underground.de
von Danny B.Helm

Es ist wirklich unbeschreiblich - & unglaublich zugleich, was die Jungs von ACT OF CREATION so an den Start bringen ! Und wenn ich ein Review so beginne, ist eigentlich die Kernaussage bereits getroffen. Doch zum Gehör(n)ten selbst: Der Midtempo Opener "Endstation" (Track 1) macht deutlich klar wo man nun eingecheckt hat. Wat `ne geile Scheiße zum Deibel - & Metalhead ist dat denn ???? Das, was hier losdrischt - & losrotzt ist einfach `ne Oberkelle vor dem Herrn der Stahlsaiten ! Ein klein wenig vergleichbar mit den Jungs von Grober Knüppel. Ich wußte bislang nicht wie geil Punk mit Thrash Metal vermengt anno 2.010 klingen kann ?! Das Thrashfeuer wird mit ordentlich Deckung von der Tempofraktion gekickt - "Keine Heilung" (Track 2). Und auch dieser Song ist ein unwiderlegbarer, zementierter Beweis, daß Metal auch mit deutschsprachigen Lyrics funktioniert. Und wer nun glaubt, daß es besser nicht mehr ginge, der irrt genauso wie ich, als ich glaubte, daß nach deren Debütalbum nicht so schnell eine solche Steigerung kommen könnte. Mit "Gestern" (Track 3) klopft man dem verfluchten "Gestern" ordentlich den Dreck aus der Fratze. Als Hörer kommt man sich fast vor, als wäre man selbst eben diese Vergangenheit, die hier ordentlich Fäuste bezieht. Soviel Attitüde - & Ventil ist einfach absolute OBERLIGA in Sachen in Musik verpackter Emotionen ! Und genau auf diesem Niveau geht es kontinuierlich weiter. Selbst als man bei "Herbst des Lebens" (Track 5) die Gastsängerin Stephanie Nix mit einbindet stimmt auch das so, als ob Frau Nix schon immer Teil dieser Band wäre. Ich habe ja schon verdammt viele Alben gehört, Gute - wie auch Schlechte, aber ab spätestens diesem Song glaube ich, daß bei ACT OF CREATION alles möglich ist. Von der Thematik her wird hier die Geschichte eines Einzelschicksals erzählt. Man könnte quasi sagen, daß geschichtliche Aufarbeitung auch auf diese Weise funktionieren kann. Daß man aber auch für Spaß zu haben ist, zeigt "Langsam" (Track 6), das einfach so bescheuert ist, daß es schon wieder genial ist. Musikalisch gibt`s ein Overblast Black Metal / Thrash Gemisch serviert. Der absolute Oberhammer aber ist der Song "Dunkle Schatten" (Track 7), den ich somit auch als Anspieltip rausgebe. Realitätsbezogene Inventur - gepaart mit absolut punktgenauem Timing der Gitarren - & Schlagzeugfraktion. Mir fehlen immer wieder die Worte .. ! Und wer bislang glaubte, daß die Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung immer nur in kitschiger Balladenform möglich ist, der wird mit "Wo bist Du ?" (Track 9) eines Besseren belehrt. Zwar fängt der Song recht verhalten an, aber wie mit einem Schlag in die Fresse steht man selbst schlagartig mitten im Song und bekommt Liebeskummer mal ganz anders um die Ohren gehauen. Am Ende steht nochmal das komplettierende Vollbedienungsbrett "Diagnose Tod" (Track 11). Dieses Album ist ein absolutes Must Have Highlight des Metal Undergrounds. Musikalisch ausgereift, megafett, ultra groovy - & nicht zuletzt unglaublich stimmig produziert. Selbst die Artworks lassen keine Wünsche offen. Ich bin angefixt & werde mir das Album zulegen !
Eine Schande, daß diese Band noch ohne Plattendeal ist ! DOPPELTE HAMMERMARKE !!!!

Musikreviews.de

http://www.musikreviews.de/
von Chris P.

Es finden sich im extremen Metal nicht gerade viele Bands, die zu einhundert Prozent deutsche Sprache in ihren Texten benutzen. Wieso eigentlich? Das dürften sich auch ACT OF CREATION gedacht haben, die nach dem englischsprachig eingebrüllten Debüt "Secret Memoirs Of A Forced Fate" nun komplett auf Muttersprache umgesattelt haben. Tod, Krankheiten und Gebrechen des Menschen, Amoklauf, Krieg, Soziopathie, Depression – nein, der Vierer behandelt thematisch nicht gerade die Sonnenseiten des Lebens, und passend dazu liefern Schluch (ex-E 605) und seine Kollegen einen brettharten, düsteren und brutalen Soundtrack, der es sich irgendwo zwischen Brachialthrash, Death Metal, modernem Hardcore, Rock, Doom und Dark Metal ungemütlich macht und reichlich sonderbar daher kommt. Mit Namedropping braucht man da gar nicht erst anzufangen, denn Querverweise zu anderen Bands ergeben erstens keinen Sinn und würden zweitens durch eventuell falsche Erwartungen eher schaden anstatt hilfreich zu sein. Zappenduster, mit derbem Riffing, fiesen Grooves, schaurigen Melodien, variablen und garstigen Vocals, backpfeifendem Drumming und viel Dreck bolzen die vier Haigerer auf ihrem zweiten Album kompromisslos und angenehm unaufgesetzt einen elf Songs langen rabiaten Stilmix auf Konserve, der keine ernsthaften Hänger aufweist und dank seiner Genrevielfalt Fans aus ziemlich verschiedenen Knüppellagern ziehen dürfte. Sowieso hat sich musikalisch einiges verändert, denn das Debüt bot deutlich traditionellere Kost, irgendwo zwischen Thrash- und Death Metal.
FAZIT: ACT OF CREATION sind kreativ, eigenständig, entwickeln sich weiter und wissen zudem, wie man deutsche Lyrics ohne Fremdschämfaktor verfassen und auch adäquat rüberbringen kann. Es gibt sie also, die interessanten Bands aus Dschörmänie – man muss sie nur wahrnehmen und ihnen vorurteilsfrei begegnen (wollen).

The Whiplasher

www.the-whiplasher.at
von Pampo

Haltet eure Fahrkarten bereit, verstaut das Gepäck und verabschiedet euch von euren Liebsten, denn Act of Creation nehmen euch mit auf eine Reise die ihr so schnell nicht mehr vergessen werdet:
Nach ihrem Album ‚Secret Memoirs Of A Forced Fate’ entschied man sich in puncto Gesang die Weichen zur deutschen Sprache zu stellen. Eine Idee, die Anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig wirkt aber bereits nach dem ersten Track ‚Endstation’ wird einem klar, das hier genau die richtige Wahl getroffen wurde. Mit ‚Keine Heilung’ folgt ein schnelles, clever komponiertes Stück, das den Zuhörer sofort fesselt.Man bemerkt mit welcher Begeisterung die Jungs bei der Sache sind – besonderes Schmankerl: Ein Gitarrensolo bei dem einem vom bloßen Zuhören die Finger qualmen. Zeit zum Verschnaufen bleibt jedoch keine, denn mit ‚Gestern’ gewinnt das Album immer mehr an Fahrt und selbst wenn man wollte: Es gibt keine Möglichkeit anzuhalten."Mit meinen Augen" baut auf die gewohnte Schnelle und Härte und versucht sie noch mehr auszureizen. Das Konzept funktioniert: Gerade der Einfallsreichtum dieses Stückes öffnet einem nicht nur die Augen, sondern auch direkt die Ohren. Mehr überrascht wird man nun nur noch von ‚Herbst des Lebens’: Wirkt dieses Stück anfangs etwas langsam und ungewöhnlich, gewinnt es jedoch dank des musikalischen Könnens der Artisten schnell an Fahrt. Nicht zuletzt durch den Text wird diesem Stücke eine beinahe poetische Tiefe gegeben.Besonderes Augenmerk ist hier auf die Gastsängerin zu legen, eine Wahl, die sich durchaus bezahlt macht.
Alles andere als langsam, ist dann das gleichnamige Stück: Ein Intermezzo in dem uns keine Ruhe gegönnt wird."Dunkle Schatten" mag für den ein oder anderen vielleicht etwas zu gewöhnlich klingen, ein Defizit das durch den lyrischen Text jedoch mehr als wett gemacht wird – besonders zu Loben ist hier der Sound, der sich ohne Probleme mit bekannten Größen des Genres messen kann.
Doch wohin soll diese Reise gehen? Eine Frage, die mit ‚Schwarzer Tag’ gestellt wird. Atemlos werden wir voran getrieben, aber wohin denn nur? Auf den letzten Etappen der Reise sind jedoch keinerlei Ermüdungserscheinungen zu erkennen: "Wo Bist Du ?" glänzt nicht nur durch Einfallsreichtum, nein, es zeigt uns auch das jene Dinge, die uns unerreichbar erscheinen gerade diejenigen sind die wir wollen. Mit ‚Amok’ laufen wir nun in die Zielgerade ein. Ein letztes Mal wird hier der Kohleofen auf Vollgas betrieben, es gibt nichts zu verlieren und als gäbe es keinen Morgen wird hier das große Feuerwerk gezündet. Am Ende der Reise angekommen, werden wir mit ‚Diagnose Tod’ daran erinnert, dass die gefürchtete Endstation doch früher kommt als man es sich wünscht. Ohne Zweifel der melancholischste Track des Albums, aber auch das letzte gelungene Aufbäumen vor dem Ende.
Fazit: Mit ‚Endstation’ liefern Act of Creation ein rundes Paket ab, das vor Spielfreude und Können nur so glänzt. Es wird einem schnell bewusst, dass hier viel Arbeit hineingesteckt wurde und dieser Aufwand hat sich auch gelohnt. Nicht nur ein Tipp für Freunde des Death ´n Thrash denn auch jene die einmal in dieses Genre reinschnuppern wollen greifen mit ‚Endstation’ garantiert nicht daneben.

Obliveon

www.obliveon.de/
von Christian Wagner

Endstation. Nichts geht mehr. Doch statt einem weißen Licht am Ende des Tunnels lauert nur die dunkle Fratze des Todes. In dem neuesten Werk von "Act Of Creation" zeichnen die Hessen ein düsteres Bild von der Zukunft: von Unfällen, Depressionen, Kriegsverbrechen, Amokläufen und dem langsamen Dahinsiechen im Alter. Jeder einzelne der 11 Songs beschäftigt sich auf die ein oder andere Weise mit dem Tod und führt dem Hörer mit jeder Zeile vor Augen, dass das Leben nicht nur endlich, sondern auch keineswegs fair ist. Untermalt wird das Ganze mit einem passenden Death-/Thrash-Metal-Sound, der mit seiner Aggressivität perfekt zu der Verzweiflung und den unvermeidlichen Tragödien passt, die in den Texten transportiert werden. Sänger Jordan sorgt derweil mit dunkler Stimme dafür, dass die deutschen Texte, welche in der Metalwelt noch immer nur sporadisch zu finden sind, gleichermaßen eindringlich wie auch verständlich rüberkommen. Zumeist brüllt oder schreit er die ganze Negativität, die in "Endstation" steckt, aus sich heraus, aber immer mal wieder streut er auch melodischere Gesangslinien ein, die wie eine Mischung aus Albi von "Die Allergie" und Tom von "Weissglut" klingen. Grade "Die Allergie" passt auch aufgrund der Härte und der oftmals negativen Texte als Referenz für "Act Of Creation" und wer auf Erstere steht, sollte sich Letztere auf jeden Fall einmal zu Gemüte führen. Ans Herz legen muss man den geneigten Hörern vor Allem "Herbst des Lebens", einen bedrückenden Song über den 2. Weltkrieg, dessen Wirkung noch von der Gastsängerin Stephanie Nix verstärkt wird. Für mich das beste Stück der Platte.
"Act Of Creation" baben hier ein wunderbares, wenngleich auch (textlich) schweres Stück deutschsprachigen Metals abgeliefert, was auf jeden Fall Beachtung verdient. 8/10 Punkte

Planet Heavy Metal

www.planetheavymetal.de/
von Madrebel

Vor noch nicht allzu langer Zeit konnten „Act of Creation“ mit ihrem Debüt „ Secret Memoirs Of A Forced Fate“ in jeder Hinsicht punkten und die Reaktionen fielen fast durchgehend alle positiv aus. Nun haben die vier Thrasher mit „Endstation“ fix nachgelegt und haben es geschafft, ihr Niveau nicht nur zu halten, sondern sogar noch zu steigern. Die Lyrics sind übrigens komplett in deutscher Sprache gehalten, was den Songs inhaltlich noch mehr Schärfe und Brutalität verleiht. Insbesondere die harte und brutale Stimme von „Jordan“ kann hier in jeder Hinsicht punkten. Und auch sonst gibt es hier nur positives zu vermelden: Die Riffs sind brutal und auf den Punkt, das Drumming energisch und der Sound richtig fett und druckvoll.
Mit ihrem zweiten Album dürfte der Vierer in Undergroundkreisen echt für Furore sorgen. Lohnenswerte Platte. Definitiv.

Metal Underground Webzine

http://www.metal-underground.at/
von Robert

Endlich wieder gibt es Neues der Hessen Death/Thrash Maschinerie Act of Creation. Nicht ganz ein Jahr nach dem fulminanten Debüt „Secret Memoirs of a Forced Fate“ kehren die Hessenbuben mit einem neuen Langeisen zurück um uns bis ins Mark zu erschüttern. „Endstation“ beinhaltet 11 Tracks die nicht knackiger in Szene gesetzt hätten werden können. Alle Stücke wurden mit deutschen Lyriks versehen. Wenn man jetzt nicht ganz genau aufpasst würde dies nicht weiter auffallen. Doch auch rhythmisch hat man viele Sachen auf den Punkt gebracht und dadurch eifert man weniger alten Kollegen und Helden nach, nein vielmehr baut man auf eine teils etwas komplexere Richtung die man stattlich in Szene gesetzt hat. Vor allem der rotzige, als auch räudige Beigeschmack passt wie die Faust aufs Auge und bereichert das Material ungemein.
Das Titelstück „Endstation“ steht gleich zu Beginn und wird mit einer sehr melancholischen – dunklen Melodiegitarrenarbeit begonnen. Sehr genüssliche Melodieriffs wehen hier etwas warmherziger uns um die Ohren. Schön kann man sich hier von dieser Technik die Gehörgänge verwöhnen lassen, bevor die Mannschaft vermehrt in die Bretterrichtung steuert. Dabei kommen sofort die bereits von mir genannten räudigen Vibes zum Vorschein. Doch gänzlich verzichtet man nicht aufs klare Soundfragment mit dem man den Track eröffnet hat. Gut hat man beide Fragmente aufeinander abgestimmt und angepasst. Sehr tiefsinniger Track bei dem man auch seelisch gehörig in gewissen Passagen runter zieht, bevor man wieder deutlich hasserfüllter voran schreitet.
Vom Fleck weg deutlich straighter und eingängiger poliert man uns mit „Keine Heilung“ die Fresse. Speediger Kracher zum Durchdrehen. Rohe Soundbrocken vereint man zwar erneut mit einigem aus dem Melodieeck, dennoch regiert die pure, raue Härte fast komplett das Geschehen. Druckvoll und äußerst modern pfeffert man dahin und somit weht komplett ein eisiger Sturm vor dem es kein entrinnen gibt.
Noch um Ecken mehr hat man „Gestern“ mit modernen Melodielinien verfeiner. Doch durchaus traditionellere Thrash Roots sind hinzu geflossen und somit steigert man das Hörvergnügen ungemein. Wie eine groovige Dampfwalze macht man sich hier den Weg frei und selbige steigert auch immer wieder das Tempo, bevor man etwas die Bremse ansetzt. Gutes, durchdachtes Wechselspiel, bei dem wieder einmal gelungen Ingredienzien aus dem schroffen, als auch klaren Melodiebereich ins Gefecht geworfen wurden.
Mit einem hymnischen Melodieeingang wird sogleich im Anschluss „Mit meinen Augen“ gestartet. Dennoch entpuppt sich der Song sofort als sehr räudige, wutentbrannte Nummer. Sicher ist das dominante Melodiespiel immer wieder zur Stelle um das Programm etwas besonnener wirken zu lassen. Doch schon agiert man erneut im wutentbrannten, harten Spiel und dabei wird auch ein guter Schuss Groove serviert der das Konzept ungemein erweitert.
Auch das nun folgende „Herbst des Lebens“ wird deutlich hymnischer begonnen, wenn auch wesentlich idyllischer als beim Vorgänger. Diese Linie verfolgt man auch weiterhin, jedoch steuert man sofort wieder härtere Gefilde an. Gut harmonisierend hat man beide Elemente bzw. Techniken aufeinander abgestimmt. Somit ist eine gut fusionierende Mischform entstanden die zu beeindrucken weiß. Im Refrainteil greift man den hymnischen Faktor etwas stärker auf und somit kann man in diesen Passagen lauthals mit grölen was die Kehle hergibt.
Wie eine Abrissbirne bolzt man das kurze „Langsam“ auf uns los. Was hier langsam sein soll weiß ich nicht. Eher im Gegenteil das Stück müsste einen anderen Namen bekommen, nämlich schroff und schnell oder so.
„Dunkle Schatten“ brettert wie es der Titel schon sagt sehr tiefschwarz daher. Dunkle Soundfragmente hat man mit teils hymnischen Melodien angereichert, doch auch groovige, als auch bretternde Härte kommt nicht zu knapp zum Einsatz. Farbenprächtige Nummer die durch ihre raue – rotzige Spielweise bis tief unter die Haut geht.
Mit einer gut durchdachten Death n‘ Roll Geschichte setzt man sogleich mit „Schwarzer Tag“ nach. Beißende Riffs aus dem Genre werden mit dunklen Melodien unterwandert. Der Thrash ist zwar auch hier ein großer Bestandteil, musste aber dem Death etwas mehr weichen. Druckvoll pfeffert man auch hier eine Abgehrunde runter die auf ein Neues zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Die Hessen Jungs wissen wie man durch gekonnte Einsätze und Erweiterungen immer wieder das Interesse zu wecken vermag.
Ja hallo, mit „Wo Bist Du ?“ knallt man mit einer modernen – groovigen Bretterschlagseite daher die einem schier den Atem raubt. Im räudigen Modern Thrash planiert man sich vorerst den Weg frei, bevor man kurze Melodieblitze in den Vordergrund zerrt. Alles in allem verbleibt man aber fast durchgehend im Bereich mit dem man den Track den Start gewagt hat.
Etwas traditionellere Gefilde sucht man mit „Amok“ auf. Dieser Song kommt mit einem dermaßen knallenden, altbewährten Thrash Feeling daher das es einem die Sicherungen raus knallt. Nichts klingt aber dabei abgelutscht oder tausendmal gehört und das steht für das Potential von Act of Creation.
Komplett wieder mehr in die moderne, als auch verspielte Richtung hat man das Schlusslicht „Diagnose“ hinten angehängt. Sehr traurige Melodielinie mit der man hierbei den Start vom Stapel lässt, bevor man nach diesem wieder etwas eindeutiger einen rauen, wutentbrannten Weg einschlägt.
Fazit: Locker konnten die Burschen ihr Debüt toppen, ja sogar einen drauf legen konnte man. Modernes Death/Thrash Kraftfutter das zu begeistern weiß. Durch viel Einfallsreichtum kann man sich spielend von der großen Anzahl an Nacheiferern und Kopierern in diesem Genre hinweg setzen. Da kann man nur sagen: "Noch mehr bitte und das so schnell wie möglich !

Metal Inside

http://www.metal-inside.de/
von Lars Knackstedt

„Endstation“ heißt das zweite Album der Haiger Thrash Kapelle ACT OF CREATION, ein Titel, wie er unpassender nicht sein könnte für diese Band. Bereits mit dem selbstproduzierten „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ konnte man ein ordentliches Brett vorlegen und einigen Staub aufwirbeln, mit dem Nachfolger ist noch einiges mehr drin. Das superfett produzierte Teil knallt von vorne bis hinten und zeigt eine kreative Truppe, die voller Spielwitz und mit viel Mut ohne jegliche stilistische Scheuklappen ihren Weg geht. Dabei ist es anfänglich überraschend, dass man das ganze Album komplett in Deutsch gehalten hat. Rock mit deutschen Texten funktioniert,aber bei Thrash Metal, der sich hier vielleicht ab und an KREATOR orientiert und auch ganz gerne kontrolliert in Death Metal Gefilde abdriftet, war ich zu Beginn eigentlich eher skeptisch. Die anfängliche Skepsis weicht aber relativ schnell, es funktioniert auch hier und das richtig gut. Dabei sind ACT OF CREATION keine Truppe, die lustig irgendeinen plakativen Scheiß ins Mikro plärren, im Gegenteil, die lyrisch dunkel gehaltenen Texte haben viel Tiefgang und verdienen es, dass man sich näher mit Ihnen beschäftigt. Darüber hinaus besticht „Endstation“ mit einer absolut genialen Gitarrenarbeit, die süchtig macht, ganz große Klasse. Als Anspieltipps lege ich dem geneigten Hörer den Titel gebenden, leicht groovigen Opener, das wuchtige „Dunkle Schatten“, das geniale „Wo Bist Du“ und die Übernummer „Herbst Des Lebens“ (mit tollem Gesang der fantastischen Stephanie Nix).
Das ist nicht Endstation hier, das ist der Startschuss. Ein tolles Stück Thrash Metal, zuschlagen !!!

Legacy

http://www.legacy666.de/
von MK

Wer das Debut "Secret Memoirs Of A Forced Fate" der Truppe aus dem Lahn-Dill-Kreis kennt,der wird vom Nachfolger "Endstation" überrascht sein.Sämtlicher Konzept-Ballast wurde über Bord gekippt,was die elf Stücke zu einer kompakten, direkt auf die Zwölf zielenden und durchaus eigenständigen Einheit verschmelzen lässt. Gleichzeitig hat die Band die englischen Texte verworfen und unserer Landessprache den Einzug ermöglicht,was man insbesondere im Bereich der härteren Gangart nicht allzu häufig findet.Der kalte,klare Klang des Deutschen unterstreicht die härtere Ausrichtung des Materials noch weiter.Schon der titelgebende Opener "Endstation" beweist,dass diese Verbindung hervorragend funktioniert.Grooviger Thrash trifft auf melodischen Death Metal.Auch "Gestern" und das düstere "Mit Meinen Augen" stehen in dieser Tradition. Die beiden rasenden Melo-Death-Brocken "Dunkle Schatten" und "Keine Heilung" sorgen für einen gehörigen Anstieg auf der Geschwindigkeitsskala. Das in feinster Amon Amarth - Manier schwer in den Magen drückende "Herbst Des Lebens" avanciert mit dem tollem Gastgesang von Stefanie Nix zum Höhepunkt des Albums,welches mit dem befremdlichen "Diagnose Tod" seinen Abschluss findet. Der Schritt zu den eingangs erwähnten Veränderungen war mutig, erweisen sich im Resultat aber als folgerichtig. Natürlich bedarf es an einigen Stellen noch an etwas mehr Reife.Vor allem auf etwas mehr Abwechslung im Gesang sollte Wert gelegt werden.
Die Weichen sind korrekt gestellt und der neue Weg sollte unbedingt fortgesetzt werden.

Vampster

Vampster.com
von agony&ecstasy

Anfang 2010 erst haben ACT OF CREATION mit "Secret Memoirs Of A Forced Fate" ihr Debüt veröffentlicht. Mitte Dezember hat die Band bereits ihr zweites Album am Start. Musikalisch frönt die Band immer noch dem vom Erstling bekannten Mix aus Death und Thrash-Metal, wobei der Thrash Metal, vom einen oder anderen BOLT THROWER-Riff mal abgesehen, überwiegt. Aber auch KREATOR scheinen mir klar Einfluss auf den Bandsound gehabt zu haben. Insgesamt sind ACT OF CREATION auf ihrem zweiten Album ein wenig melodischer geworden. Wie schon auf "Secret Memoirs Of A Forced Fate" gibt es auch auf "Endstation" ein übergreifendes textliches Konzept, wenn auch etwas loser als auf dem Vorgänger. Allgemein geht es um das Thema Tod und Sterben, die Songs handeln von Kinderschändern, Amokläufern, aber auch tödlichen Krankheiten oder Krieg. "Herbst Des Lebens" handelt von einem Wehrmachtsoldaten, der am Ende seines Lebens zurück denkt an das, was er während des Kriegs getan hat und zu der Erkenntnis kommt, dass auch er nicht unschuldig war, auch wenn er vielleicht nur Befehle befolgt hat. Bei diesem Song singt Gastsängerin Stephanie Nix außerdem einen Teil des Textes. Sämtliche Texte auf "Endstation" sind auf Deutsch verfasst, was wohl die größte Änderung zum Vorgänger ist, der noch komplett auf Englisch war und somit die Band ein weiteres Stück von der Konkurrenz abhebt. "Endstation" ist professionell aufgemacht und gut produziert, auch musikalisch ist die Band topfit. An meinem Hauptkritikpunkt beim Vorgänger, dem Gesang, hat Brüllwürfel Jordan anscheinend gearbeitet. Auch wenn ich diesen, gemessen am Niveau der restlichen Musiker, immer noch am ehesten als Schwachpunkt ausmachen würde, ist das Gebrüll weniger anstrengend als noch auf "Secret Memoirs Of A Forced Fate". Ansonsten rangieren ACT OF CREATION weiterhin über dem Durchschnitt des Death und Thrash-Undergrounds, auch weil sie es schaffen, ihre Songs abwechslungsreich zu halten.
Im Vergleich zum Debüt hat die Band sich auf jeden Fall noch mal ein Stück gesteigert, so dass ich für "Endstation" auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen kann.

New Metal Media

http://www.new-metal-media.de/
von Ron

Die Band "Act of Creation" wurde 2007 gegründet und bringt mit Endstation bereits ihr zweites Album raus. Der Stil der Band ist Death/Thrash Metal, was man auch deutlich an den 11 Stücken der neuen Scheibe hört. Die Haigerer Mannen bringen in ihrem neuem Album einen fetten deutschsprachigen Death / Thrash Sound rüber, die Songs sind gut eingespielt und der Klang der Produktion ist sehr ausgewogen, alles in allem werden die Stücke nicht langweilig oder klingen gar abgedroschen. Was mir an den Songs besonders gefällt, ist das die Text sich rund um die Abgründe der menschlichen Seele drehen, vom Zerfall der mit dem Alter einhergeht oder um die Ängste bei einer Depression wie in " Schwarzer Tag". Die Songs sind wirklich klasse und heben sich von so manchem Death Einheitsbrei deutlich ab.
Eine sehr gelungene CD, welche direkt über die myspace Seite oder die Homepage der Band bezogen werden kann und in jede gepflegte Death/Thrash Metal Sammlung gehört !

Possessed Magazin

www.possessed.ghul.org/
von Meden

Hm, ja, Carsten war so frei mir die gerade fertig gestellte CD seiner Band ACT OF CREATION zukommen zu lassen. Zum Glück verzichtete er darauf diese via Downloadlink zu senden.Dieser wäre erstmal in meinem Datennirvana gelandet, was schade gewesen wäre denn das Zeug hat es echt in sich. Nachdem E 605 nicht mehr war, wurde ja bekanntlicherweise von Carsten Schluch ACT OF CREATION gegründet. Es wurde gleich eine Full Length namens “Secret Memories Of A Forced Fate” aufgenommen, die recht gute Kritiken bekommen hat. Diesen damals eingeschlagenen Weg führt man jetzt noch intensiver fort. Die Songs werden komplett auf deutsch vorgetragen, da kommt bei mir als Sänger absoluter Neid auf denn mir wurde dieses Glück bis dato versagt. Die Texte sind cool und nicht klischeehaft oder stumpf. Wieder mal ein Beweis dafür das man auch mit der deutschen Sprache so einiges bewegen kann. Die Produktion ist wesentlich druckvoller und auch die Musik konnte noch weiter verbessert werden. Die Vocals werden überwiegend aggressiv, aber dunkel vorgetragen, auch einige Grunzer und vereinzelte Keifer sind mit von der Partie. Klingt geil, denn man kann Jordan dabei auch noch gut verstehen.Weiterhin wird der Thrash mit Death Metal gemischt, wobei der Death Metal Anteil wohl eher am Gesang und vereinzelt am melodischen Gitarrenspiel festgestellt werden kann. Die vorgetragenen Melodien gehen mit der Brutalität der Parts einher. Diese Kombination knallt ordentlich, teilweise schleppend, das Tempo wird aber auch des Öfteren angezogen. Die Burschen sind auf dem richtigen Weg, auch wenn einige Songs noch nicht so richtig zünden, wie z.B.”Langsam” und ” Wo bist Du ?”. Die restlichen Songs wie “Endstation”, “Herbst des Lebens (mit Stephanie Nix”),”Dunkel Schatten” oder “Keine Heilung ( mit Daniel Jacobi)”gehen richtig steil ab. Irgendwie finde ich, das ACT OF CREATION die härtere, logische Fortsetzung von Schweisser sind und das empfinde ich als durchaus positiv. Zu den typisch deutschen Thrashparts ala Sodom gesellen sich aber auch Elemente aus dem Punk und dem Hardcore. Zum Glück nehmen diese nicht die Überhand, sondern werden gekonnt von ihnen mit eingespielt. Geiles Ding, kann ich nur sagen. Das schöne ist, das ACT OF CREATION überwiegend auf dem Punkt kommen und nicht herumdoktoren. Die Riffs sind prägnant und brutal. Einige kommen einem bekannt vor, aber das spielt keine Rolle.
Ich hoffe mal, das jetzt hier noch nicht “Endstation” ist und sie der deutschen Sprache weiterhin mächtig bleiben bzw.diese auch weiter gekonnt einsetzen, denn ich möchte durchaus mehr hören.Gutes Undergroundding!

Amboss Metal Mag

http://www.amboss-mag.de/
von Chris

Kennt ihr die Stadt Haiger im Lahn-Dill-Kreis? Nein? Dann sollten sich Freunde des melodischen Death Metals mit einem ordentlichen Pfund Thrash mal an ihre Landkarte stellen und an dieser Stelle einen Pin setzen. Von dort stammt nämlich die Band ACT OF CREATION, die sich einem ebensolchen musikalischen Mix verschrieben hat. Die Songs knallen ganz ordentlich, die Riffs sind gut und der Mix aus alter Schule und modernen Einflüssen eröffnet der Band sicherlich eine breite Fangruppe. Allerdings muss ich einfach sagen, dass musikalisch ab und zu der letzte Schliff, das gewisse Etwas fehlt, das den Song gnadenlos im Gehirn abspeichert, wobei die Songs alles andere als schlecht sind, allerdings auch noch austauschbar. Besonders auffällig sind dann schon Tracks wie das punkigige Hochgeschwindigkeitsmassaker "Langsam" oder das extrem groovige "Diagnose: Tod". Der Gesang wechselt munter zwischen Schreien, Brüllen und auch Growlen und der Abwechslung zuliebe darf auch mal eine weibliche Stimme zur Unterstützung ran (fällt dann aber eher durch). Meines Erachtens nach muss das Hauptaugenmerk allerdings auf den Texten liegen. Die liegen komplett in deutscher Sprache vor und im Thrash oder Todesblei-Bereich ist das ja noch immer eine rühmliche Ausnahme. C. Schluch tobt sich in den Texten ordentlich aus und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er nicht zur Ballermann-Party-Fraktion gehören dürfte, die Texte lediglich als weiteres Instrument sehen. Auch wenn in "Gestern" die Sehnsucht eines "Mörders, Schlächters, Monsters, Kinderfickers" nach der Vergangenheit oder im "Herbst des Lebens" das Gewissen eines Wehrmachtssoldaten beschrieben wird, verpasst er niemals, seinen Standpunkt zu verdeutlichen und somit als Erzähler und nicht als Befürworter aufzutreten. All das passiert aber recht glaubhaft, sodass Zweifel an der moralischen Kompetenz zum Glück gar nicht erst aufkommen werden. Weitere Themen sind Amoklauf, Depression, Kindesmissbrauch, das Alter, aber auch Krankheiten werden benutzt, um dunkle Texte zu kreieren und sehr gut les- und nachvollziehbar auf Papier zu bringen. Wer auf Texte steht, die dunkle Themen behandeln, aber nicht allzu symbolisch und kryptisch verklausuliert sind, ist bei diesen "Kurzgeschichten" bestens aufgehoben. In der Endstation meines kleinen Reviews angekommen, komme ich zu dem Schluss, dass die Band ungeheuer viel Potential hat, und durch die textliche Besonderheit sicherlich angecheckt werden muss. Und wo geht das besser, als auf www.myspace.com/actofcreation?! Oder um das Review mit einen Zitat von C. Schluch zu schließen: "Support the Underground"!

Burn your Ears

www.burnyourears.de
von Manuel

Vor knapp einem Jahr erst erzählten uns ACT OF CREATION eine musikalische Geschichte mit einem netten Thriller-Plot und schon kommen die nächsten Geschichten aus dem Hause der Hessen. Das letzte Scheibchen konnte man noch bei Nuclear Blast bestellen, doch ein Kommentar zu dieser Tatsache war auch, dass man kein weiteres Label kontaktieren werde. Dementsprechend haben die fleißigen Bienchen alles wieder im Alleingang hergestellt und wollen trotz Untergrundstatus das Ganze – mit Recht – ein bisschen publik machen.
Ein Krankenhaus-Pieps-Ton, tragische Gitarren, und der Anfang der „Endstation" nimmt seinen Lauf. Nicht nur die Songtitel, sondern die gesamten Lyrics sind im Unterschied zu dem Vorgängeralbum auf Deutsch gehalten. Durch das relativ deutliche Shouten und Growlen versteht man meist, worum es geht – um Situationen des Lebens rund um den Tod. Hierbei werden Themen wie unheilbare Krankheit, Amoklauf oder einfach der Alterszerfall durchexerziert. Eingängige Melo-Death-Melodien wie in „Gestern" oder düstere Stakkato-Riffs wie in „Mit Meinen Augen" bringen die dunklen Inhalte gut auf den Punkt, während der Mitgrowlfaktor in letzterem Song bei der wundervollen Zeile „Der Untergang der Menschlichkeit" seinen Höhepunkt erreicht. Der „Herbst Des Lebens" erzählt von einem Wehrmachtssoldat, seinen Taten und seinem späteren Gewissen. Im ersten Moment sind die weiblichen Vocals eine willkommene Erfrischung, obwohl sie auf Dauer mit einer unspektakulären Melodieführung und ein bisschen wenig Ausdrucksstärke nicht groß hervorzuheben sind. Die amüsante Dualität des Songs „Langsam" und seiner Dauer von 42 Sekunden lässt mich beim ersten Hören auf eine Hommage an Grind-Kapellen schließen. Und es macht durchaus Spaß, wie hier im Höchsttempo geknüppelt und gejodelt wird, was das Zeug hält.
Nicht nur die schweren Eingangsriffs von „Schwarzer Tag" zeigen, dass die Aufnahmen dieses Mal deutlich mehr Wumms haben. Dieser Song ist DYING FETUS gewidmet, wobei deren Abrissbirnen nicht wirklich erreicht werden. Mit mehr Druck als beim letzten Mal, vor allem im tiefen Bereich, wird der Sound etwas moderner und brutaler. Ich persönlich empfinde das melodische Shouten, was die Hauptrolle beim Gesang spielt, nach einer halben Stunde als leicht störend, was auch am Aggressionslevel liegen mag. Allerdings geht mit das auch bei Tom Araya so. Daher begrüße ich immer Abwechslung mit tiefem Growling oder heftigem Keifen. „Diagnose Tod – ich werde sterben." Mit einem vielleicht unangebracht, debilen Grinsen lässt sich im Schlusstrack der Chorus ganz gut mitschunkeln. Trotz einiger ansprechender Melodien, bleiben doch noch keine Hits des zeitgemäßen Death-Thrashs im Ohrgewinde hängen. Doch mit derbem Sound und deutschen Texten, die den Gesamtklang noch härter machen, legt die Bande von ACT OF CREATION eine Platte nach, die nichts mit einem romantischen Abend bei Kerzenschein zu tun hat. Viel mehr mit Die-Seele-aus-dem Leib-schreien, Bier und Haareschütteln bzw. Kopfnicken.7/10 Punkten

Nocturnal Hall

www.nocturnalhall.com
von Dajana

Während die letzten Klänge von Secret Memoirs Of A Forced Fate noch immer widerhallen, legen ACT OF CREATION bereits die nächste Langrille vor. Einmal mehr komplett in Eigenregie entstanden, sind die diesmal ausschließlich deutschen Texte das wohl prägnanteste Merkmal auf Endstation. Sowas gibt es in diesem Genre ja nicht so oft und verschafft den Jungs somit einen gewissen Kreativ-Vorteil. Generell sind ACT OF CREATION melodischer geworden, mehr dem Death Metal, denn dem Thrash Metal zugeneigt, was ich persönlich schade finde. Ich mochte die Brachialität des Vorgängers. Die gelegentlich als aufdringlich empfundene Leadgitarre ist allerdings immer noch da, reduzierter zwar, aber an manchen Stellen dann doch eben nervend. Was Endstation aber tatsächlich aufwiegt, sind die Texte. Endstation beginnt mit dem Piepsen eines Herzmonitors und endet auch damit. Dazwischen liegen - ganz ohne Pathos und bitterböse erzählt - Tod, Krieg und Verderben, Verlusst, Missbrauch und vor allem Krankheiten, denen man nicht entrinnen kann. Die Texte, sie sind unangenehm und unbequem. Man windet sich und es läuft einem eiskalt den Rücken herunter. Moshmonster wie Keine Heilung (mit dem Gastgesang von Daniel Jakobi - Lay Down Rotten), Wo bist Du (welches mich ein wenig an die grandiosen Janus erinnert) oder Diagnose Tod tun ihr übriges dazu. Der Gastgesang von Stefanie Nix bei Herbst des Lebens ist mir ein bisschen zu harmlos, zu sanft und dem Text nicht angemessen. Gleiches gilt für Sänger Jordan, der an mancher Stelle doch noch ein bisschen schizophrener und verzweifelter klingen könnte. Ein bitteres Schmunzeln folgt beim 40 Sekunden High-Speed-Track Langsam, ob seines leicht abgewandelten Paulchen Panther Themas. Endstation ist ganz sicher kein Meilenstein, oder gar ein Ausbund an Innovation. ACT OF CREATION machen ihre Sache gut und stehen ein wenig aus der großen Masse heraus.
Aber Endstation berührt. Das macht es zu was Besonderem.

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Seit gut drei Jahren ackert diese Truppe erst durch die Szene, scheint aber überaus gut angenommen zu werden, denn schon für den ersten Gehversuch mit dem Titel "Secret Memoirs of Forced Fate" konnten ACT OF CREATION durchwegs gute Resonanzen einfahren. Von einer herben Mixtur aus Death und Thrash Metal war damals zumeist die Rede und auch für ihr brandneues Werk "Endstation" ist das zutreffend. Der Death Metal-Anteil ist zum Großteil auf die Gitarrenmelodien zurückzuführen, aber auch auf den Gesangsbeitrag von Jordan, der sich zwar zumeist als aggressiver Shouter zeigt, sehr wohl aber auch den Grunzgurgler, wie auch einen, wenn auch eher gemäßigten, Keifer geben kann. Die Oberhand behält aber der Thrash Metal und kommt in ungemein deftiger Variante aus den Boxen, weshalb Brachialität und Aggressivität das Bild über die gesamte Spielzeit über prägen. Dazu versucht sich die Formation an ausschließlich deutschsprachigen Texten und diese Kombination funktioniert auch überraschend gut. Zwar zeigt man sich mitunter - wie in "Mit Meinen Augen" doch eindeutig an den Heroen der deutschen Thrash-Szene orientiert, wodurch mir bei dieser Nummer immer wieder der "Angelripper" in den Sinn kommt, zumeist wirkt aber alles durchaus eigenständig. Beim kurzen, aber brutalen Intermezzo "Langsam" kommt dann auch eine massive Hardcore/Punk-Schlagseite zum Vorschein, nicht übel gemacht und außerdem gewinnt der Vortrag zusätzlich an Abwechslung.
Der Vierer macht seine Sache sehr ordentlich und vermag durchwegs mitzureißen. Durch Gastbeiträge von Daniel Jakobi (LAY DOWN ROTTEN) in "Keine Heilung" und Stefanie Nix in "Herbst Des Lebens" erhält „Endstation“ zusätzliche Farbtupfer und sollte für ACT OF CREATION sicherstellen, dass "Endstation" alles andere, aber keineswegs eine solche sein wird.


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